Das Institut Charles Quentin – unsere Partnerschule in Frankreich

Das Institut Charles Quentin ist eine katholische Privatschule ca. 80 km nördlich von Paris entfernt (département de l’Oise) im kleinen Touristenort Pierrefonds. Die nächsten größeren Städte sind Compiègne und Reims. Das Schulgebäude ist ein altes Schloss. Pierrefonds ist besonders bekannt durch ein weiteres großes Schloss, le château de Pierrefonds.
Die Schule ist eine allgemeinbildende und landwirtschaftliche Schule, deren Profil sehr gut zu unserem agrarwissenschaftlichen Gymnasium passt. Sie ist von einem großen Garten umgeben. Im jardin de Curé (Pfarrgarten) pflanzen die Schüler*innen Gemüse und Obst mithilfe der naturnahen Permakultur-Bewirtschaftung. Während der Woche wohnen die meisten Schüler*innen im Internat, sie reiten und spielen Rugby.
Unsere Partnerschaft ist noch recht jung.

Der erste Besuch der Schüler*innen des Institut Charles Quentin fand Anfang März 2025 statt. Das gegenseitige Kennenlernen stand im Vordergrund. In der Schule wurde gemeinsam schwäbisch gekocht; Ausflüge und Besichtigungen führten die französischen und deutschen Schüler*innen nach Hohenheim und Marbach, nach Beuren, sowie in die Wilhelma (ein ausführlicher Zeitungsartikel findet sich hier).

Der erste Gegenbesuch in Frankreich fand im Oktober 2025 statt. Das Wohnen im Internat war für die meisten unserer Schüler*innen eine ganz neue Erfahrung. Nächtliche Tierbeobachtungen, lange Spaziergänge im Wald und natürlich die Besichtigung des Schlosses von Pierrefonds standen auf dem Programm. Die gemeinsame Zeit und das gegenseitige Kennenlernen waren noch intensiver, da auch die Nachmittags- und Abendstunden immer zusammen verbracht wurden. Am letzten gemeinsamen Tag besuchten wir den Eisenbahnwagen von Compiègne, in dem der Waffenstillstandsvertrag von 1918 unterzeichnet wurde (ein ausführlicher Bericht findet sich hier).

Im neuen Schuljahr 2026/27 wieder im Herbst werden uns die französischen Schüler*innen und Lehrkräfte an der Fritz-Ruoff-Schule besuchen. Das Programm ist bereits in Planung. U.a. soll die Erzberger-Gedenkstätte in Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb besucht werden: Matthias Erzberger hatte 1918 als Staatssekretär für Deutschland die Verhandlungen zum Waffenstillstand in Compiègne geleitet.

Vive l’amitié franco-allemande ! (Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!)