Ausflug zu der Thermischen Abfallverwertung Donautal

von Janna Hartmann und Lea Schietinger

Am 8.01.26 fuhr der SEW-Kurs ins Donautal bei Ulm zum Müllheizkraftwerk.  Zuerst gab es einen interessanten Vortrag über die Anlage, in dem erzählt wurde, wann das Kraftwerk gebaut wurde, wieviel es gekostet hat und für was die Anlage dient. Danach bekamen wir einen geführten Rundgang über das Werksgelände und in die einzelnen Stationen der Müllverarbeitung. Es wurde die Anlieferungshalle mit den LKWs und Müllabfuhren gezeigt, der Verbrennungsofen (mit 1200°C), die Turbinen und noch vieles mehr.

Im Müllbunker, in dem der Müll nach der Anlieferung landet, wird der Müll mit einer riesigen Greifzange vermischt was für eine gleichmäßige Verbrennung sorgt. Anschließend wird der Müll verbrannt. Durch die Hitze wird Wasser zu Dampf erwärmt, was eine Turbine antreibt und so Strom erzeugt. Mit dem Wasserdampf wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Auch der Strom dient der Versorgung der umliegenden Verbraucher. Am Ende der Verbrennung bleibt noch eine Schlacke übrig, die in die Abbaukammern des Salzbergwerkes Heilbronn kommt und dort zur Abstützung dient.

Im Jahr 2024 wurden über 165.500 Tonnen Abfälle im MHKW im Donautal thermisch verwertet. Die entstandene Wärme wird zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt. Bei dieser großen Masse an Abfällen entstanden 2024 fast 148.6 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, welche in das Netz der Fernwärme Ulm GmbH (FUG) flossen. Dies dient der Versorgung des Stadtteils Ulm-Wiblingen und des Industriegebiets Ulm-Donautal. In das Netz der Stadtwerke Ulm flossen mehr als 49,6 Millionen Kilowattstunden Strom.

Durch alle Verfahren der Rückgewinnung der Ressourcen im MHKW müssen von ca. 165.000 Tonnen Abfall nur ca. 3.260 Tonnen Flugasche und etwa 210 Tonnen Filterkuchen unter der Erde beseitigt werden. Das sind nur ca. 2,1 Prozent der Startmenge des eingelieferten Abfalls.

Wir finden, dass ein Müllheizkraftwerk eine sehr gute Möglichkeit ist, sein Müll zu verwerten, da Energie daraus gewonnen werden kann. Außerdem ist es eine zukunftssichere Sache, da Müll immer ein großes Thema bleiben wird. Des Weiteren wird Platz auf den Mülldeponien eingespart, welcher dadurch anderweitig genutzt werden kann.   Insgesamt war die Exkursion zum Müllheizkraftwerk im Donautal sehr aufschlussreich und es war interessant zu sehen, welchen Weg der Müll nach der Müllabfuhr geht.